14.07.11 19:00 - 21:00

12. Praxisforum Informationsrecht: Vertriebsmodell Smartphone-Apps

Mit dem "App Store" für das iPhone hat es im Jahr 2008 begonnen, zwischenzeitlich sind u.a. der "Android Market" und die "Blackberry App World" nachgezogen. Die leichte und automatisierte Installation von Applikationen ("Apps") auf Smartphones, Tablets und demnächst auch Computern unmittelbar über das Internet ohne weitere Rückfragen an den Nutzer ist längst zum Alltag geworden.
Rechtlich werfen Entwicklung und Vertrieb solcher "Apps" aber eine Vielzahl von Fragen auf, die sich im klassischen "Projektvertrag" regelmäßig nicht stellen. Neben Entwickler und Nutzer ist am Vertrieb einer App stets der Betreiber des jeweiligen "Stores" oder "Marktplatzes" beteiligt. Dieser stellt neben der technischen Plattform auch die Entwicklungswerkzeuge für den Programmierer bereit und sorgt für den Verkauf der "App", ohne dass der Entwickler jemals erfährt, wer überhaupt Nutzer seines Programms ist. Dieses Dreieck bedarf der Auflösung bei der Gestaltung der Vertragsbeziehungen zwischen Entwickler, Nutzer und Plattformbetreiber, dies in der Regel in einem multinationalen Kontext.
Folgende Themen werden im Vortrag behandelt:

  • Funktionsweise eines "App-Stores" (Entwicklung, Vertrieb)
  • Vertragsverhältnis zwischen (a) Entwickler/Einlieferer und Plattformbetreiber, (b) Plattformbetreiber und Nutzer sowie (c) Entwickler/Einlieferer und Nutzer
  • Anwendbares Recht bei grenzüberschreitenden Verträgen
  • Rechtliche Anforderungen an die Entwicklung einer "App", insbesondere Datenschutz, Verbraucherschutz und Wettbewerbsrecht
  • Exkurs: Gestaltung des Softwareerstellungsvertrags zwischen Entwickler und Drittem (Werbeagentur, Auftraggeber)Haftung von Entwickler, Plattformbetreiber und ggf. Auftraggeber bei rechtlichen Mängeln der "App" oder des "App-Stores"

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